Versicherungsvermittler, Versicherungsmakler oder Versicherungsfachmann werden?

Finanzdienstleister OnlineAuch und gerade weil sich noch viele altgediente Begrifflichkeiten wie Versicherungsmakler oder Versicherungsvermittler halten, ist jeder einzelne Versicherungsfachmann mit der Sachkundeprüfung §§ 34 d und e eigentlich dazu aufgerufen, dieses Qualifikationsmerkmal in eigenem Interesse zu kommunizieren.

Die Neugestaltung der Gewerbeordnung 34f Finanzanlagenfachmann ist noch relativ frisch, schon sieben Jahre ist die in 2007 erfolgte Regulierung für den Versicherungsfachmann. Trotzdem lässt sich schon bei kurzer Internet-Recherche nachlesen, dass Versicherungsmakler und Versicherungsvermittler immer noch gängige Begriffe sind. Bei Verbrauchern ebenso wie im internen Branchenjargon.

Geblieben sind teilweise die alten Image-Probleme, mit denen diese Tätigkeitsbezeichnungen noch immer viel zu sehr verknüpft sind. Letztlich haben die Gründe für diesen teils zwiespältigen Ruf zur Regulierung von oben geführt. Die Begriffe sind ja auch nicht falsch, nur wer sich selbstbewusst als Versicherungsfachmann outet, hat Chancen, seine Qualifikation klarer zu kommunizieren. Denn wie beim Finanzanlagenfachmann IHK und der Ausbildung und Weiterbildung auch hat es bei Verbrauchern noch längst nicht flächendeckend herumgesprochen, dass durchaus ein neuer Wind weht.

Versicherungsmakler oder Versicherungsvermittler werden

Und damit ist nicht der Gegenwind gemeint, der die ganze Branche beutelt. Letzter Schlag ins Gesicht der Vermittler sind die Negativ-Schlagzeilen zu den Negativ-Zinsen und deren Folgen für zum Beispiel Lebensversicherungen. Neuer Wind deshalb, weil sich immer noch viele Menschen entscheiden, als Versicherungsfachmann tätig sein zu wollen. Und viele eben eine fundierte Ausbildung bevorzugen, um im Sinne ihrer eigenen Existenzsicherung bestens aufgestellt zu sein.

Es werden immer viele Studien durchgeführt, die mehr oder weniger und in unterschiedlichen Gewichtungen mal die Notwendigkeit und Effizienz von Online-Beratungen und Vergleichsportalen preisen, um ein Beispiel für eine eigene Entwicklungsstrategie zu nennen. Das Nutzungsverhalten der Verbraucher ist zu unterschiedlich, um hier eindeutige Aussagen zu treffen. Erwartet der Eine eine schnelle Antwort über ein Social-Media-Portal, bevorzugen Andere den doch persönlicheren Kontakt über das Telefon.

Wie auch immer die praktische Umsetzung im Alltag aussieht: Der Versicherungsfachmann oder die Versicherungsfachfrau ist aufgerufen, und da sind sich die Studien irgendwie doch ziemlich einig, dem im Gegensatz zu früher höherem Anspruch von Kunden an Service und Information gerecht werden zu können. Fachlich ebenso wie durch seine Erreichbarkeit. Sowieso und spätestens bei sehr persönlichen der diffizileren Themen wie einer Pflegezusatzversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die persönliche Beratung durch nichts zu ersetzen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Ausbildung, Verkaufspraxis, Versicherungsfachmann, Vertrieb. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.

Kommentare sind geschlossen.