Über die Zukunft der Weiterbildung für Finanzdienstleister

Mit dem erfolgten Beschluss, dass die IDD in das deutsche Rechtssystem aufgenommen werden soll, macht der Gesetzgeber zumindest klar, dass sich noch einiges ändern wird – auch in Sachen Weiterbildung für Finanzdienstleister.

Punkte wie die Honorarberatung sind geklärt, bei anderen gibt es noch reichlich Entwicklung- und Definitionsbedarf. So sieht die IDD eine umfassende Weiterbildungspflicht vor. Nicht nur die Vermittler, auch die Versicherungen selbst müssen sich auf deutlich gestiegene Anforderungen einstellen und Wege finden, diesen entsprechen zu können. Eine baldige Konkretisierung von Vorgaben wie „nachweisbare und bewertbare angemessene Kenntnisse und Fähigkeiten“ ist für die gesamte Branche wünschenswert.

Auch Art und Nachweis der zu erbringenden fachbezogenen Weiterbildung für Finanzdienstleister wie Versicherungsfachmann, Finanzanlagenfachmann oder Fachmann für Immobiliardarlehensvermittlung bzw. in diesen Bereichen tätige Frauen ist längst nicht festgelegt. Auch zum Beispiel inwieweit freiwillige Initiativen wie die Weiterbildungspunkte von gutberaten.de anwendbar sind, ist noch offen.

In jedem Fall ist klar, dass Weiterbildung für Finanzdienstleister ein zentrales Zukunftsthema wird. Wie die atheus – Akademie für Finanzdienstleistung rät, kann und muss die eigene Qualifizierung nachhaltiger und deutlicher als Qualitätsmerkmal gegenüber Kunden präsentiert werden, da sie zunehmend zum Wettbewerbsfaktor wird. Sich selbst beziehungsweise seine Vertriebsorganisation frühzeitig auf diese Anforderungen einzustellen und schon jetzt ein Konzept zur Weiterbildung vorzubereiten und umzusetzen, zeugt von Weitsicht und strategischer Unternehmensplanung.

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